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Wanderpfad durch Mandelgarten zum Aussichtsturm

Sehr geehrte Gäste, wir laden Sie zum Wandern entlang eines Pfades ein, der Sie nicht nur zu unserem neuen Aussichtsturm, sondern auch in zwei Mandelgärten – die einzigen in der Tschechischen Republik – bringt. Unterwegs können Sie auch viele wunderschöne Orte in der Umgebung sehen. 

Die Strecke ist knapp 9 km lang, Sie können auch die kürzere 5-km-lange Variante nehmen. Die kürzere Runde bringt Sie jedoch nur in den Mandelgarten mit einem Aussichtsturm auf dem Alten Hügel von Hustopeče. Sie können sich im Altan am Vorderen Teich, sowie an drei anderen Raststätten ausruhen. Auf sieben Informationstafeln erfahren Sie etwas über die Mandelbäume, die umliegende Natur, und die Landschaft und deren Ausnutzung. Der Mandelbaumpfad ist nur für Fußgänger und Radfahrer geeignet. Die Einfahrt für Kraftfahrzeuge ist verboten, deswegen lassen Sie diese auf dem Parkplatz stehen. Wenn Sie Ihren Weg am Haus der Kinder und Jugendlichen Pavučina beginnen, geht die erste Etappe parallel mit dem rot-markierten Wanderweg des Klubs der Tschechischen Touristen. Der Mandelbaumpfad weicht von der roten Markierung erst am Naturschutzgebiet Kamenný vrch ab. Ab hier ist der Pfad mit gelben Pfeilen mit einem Symbol des Aussichtsturms markiert. Die verkürzte Variante biegt von der roten Markierung am Vorderen Teich ab und ist auch mit gelben Pfeilen markiert. Sie können aber in der Gegenrichtung des Pfades entlang wandern, dann beginnen Sie am hiesigen Friedhof (der Friedhof liegt an der Straße von Kurdějov). Der Aussichtsturm steht am Rand des Mandelgartens auf dem Alten Hügel von Hustopeče, in der Höhe von 300 m.ü.M. Er ist 17,4 m hoch, wobei die Aussichtplattform in der Höhe von 12,6 liegt. Der Aussichtsturm wurde von Dipl. Ing. Antonín Olšina und Dipl. Ing. Martin Novák geplant und von der Gesellschaft TEPLOTECHNA Ostrava a.s. gebaut. Die Haupttragsäulen sind aus Lärchenholz, die Böden aus Eichenholz und die anderen Holzteile aus Fichtenholz gefertigt. Der Aussichtsturm wurde am 31. März 2012 festlich eröffnet. 

Mandelgärten 
Die Geschichte des Mandelanbaus auf unserem Gebiet reicht bis zum 17. Jahrhundert. Allerdings wurden die ersten großen Mandelgärten 1949 in Hustopeče, in der Bemühung um die Selbstgenügsamkeit der sozialistischen Wirtschaft, ausgepflanzt. Zur Zeit des größten Ausschwungs in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wuchsen rund 50 000 Bäume auf 185 Hektar in Hustopeče. Der Mandelanbau aber wurde mehr und mehr unwirtschaftlich und die Mandelgärten wurden immer kleiner, bis am Ende der 80er Jahren die letzten zwei übrig blieben. Nach der Änderung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen nach dem November 1989 herrschte schon kein Interesse mehr an der Ernte von diesen Mandelgärten, und diese blieben völlig ungenutzt und ungepflegt. Viele Jahre ohne Pflege und Baumschnitt verursachten dicht verzweigte Kronen, die Äste wurden trocken und sind oft gebrochen. Es kam zum Wuchs unerwünschter Gehölze, einschließlich der invasiven Robinien. Die Stadt Hustopeče bekam einen Teil der Mandelgärten während der Landregulierungen im Jahre 2004 und sie kaufte einen anderen bedeutenden Teil im Jahre 2008 zu. Der Besitztum der Mandelgärten sicherte die Voraussetzungen für eine ständige systematische Pflege. In den Jahren 2007 und 2009 wurde bei den Bäumen ein Gesundheitsschnitt vorgenommen, die Anfluggehölze wurden weggeschnitten und zwei Informationstafeln wurden installiert. Der Mandelgarten Kamenec hat ein Ausmaß von 1,7 ha und 400 Bäume. In dem zweiten Mandelgarten auf dem Alten Hügel von Hustopeče wachsen ungefähr 530 Mandelbäume auf einer Fläche von 2,7 ha. 

Natur 
Die Mandelgärten befinden sich inmitten der außergewöhnlich erhaltenen und wertvollen Natur, was einen weiteren Grund für einen Besuch darstellt. Sie sind von Lokalitäten umgeben, die zu den bedeutendsten in der Tschechischen Republik, sowie in der Europäischen Union zählen. Deswegen wurden sie in das Europäische Netz der Schutzgebiete Natura 2000 eingereiht, das die meist gefährdeten Naturflächen, sowie die Pflanz- und Tierarten innerhalb der Europäischen Union schützt. Dem Mandelgarten Kamenec liegt die europäisch bedeutende Lokalität Kamenný vrch bei Kurdějov vom Süden und Norden an. Sie schützt Flächen mit Steppenrasen, kleine Flächen mit Eichen- und Hainbuchenwäldern, und Natternkopf Echium rubrum. Von anderen raren Pflanzarten kommen hier die Große Kuhschelle, das Große Windröschen, Frühlings-Adonis und Helmknabenkraut vor. Dem Mandelgarten auf dem Alten Hügel von Hustopeče liegt die europäisch bedeutende Lokalität Přední Kopaniny an. Diese wurde ins Netz Natura 2000 auch wegen des Schutzes der raren Steppenrasen eingereiht. Von seltenen Pflanzen wachsen hier die Rispige Graslilie, der Mücken-Händelwurz, der Gewöhnliche Fransenenzian, der Schwert-Alant und viele andere. 

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